Mähen mit der Sense - Dengeln, die Kunst Sense und Sichel zu schärfen - Sensenwerkstatt

Mähen mit der Sense

Mähen mit der Sense stärkt das Rückgrat!

Die Fähigkeit, Werkzeuge herzustellen und sich zu Nutze zu machen, hat dem Menschen die Möglichkeit eröffnet, gestaltend und verändernd auf die Umwelt einzuwirken. Werkzeuge, so auch die Sense, sind eine Erweiterung unseres Körpers; ihre Form und Funktion gehen im Gebrauch eine perfekte Verbindung ein und bestimmen das Handeln des Menschen. Das geht so weit, dass ein Werkzeug sich völlig den Eigenschaften seines Benutzes und seines Benutzers anpasst. Wenn man ein ideales Werkzeug in der Hand hat und es richtig benutzt, was sich mühelos und natürlich anfühlen sollte, dann wird die Funktion zum reinen Vergnügen.

Mäher aus dem Baskenland (Spanien)

Eine gute Sense ergänzt die Kräfte des Körpers auf spürbare und angenehme Art. Man arbeitet zusammen. Eine gute Sense ist leicht, sie lässt sich locker und bequem handhaben. Eine gute Sense verursacht keine Schmerzen. Kein Körperteil wird allzu sehr belastet während man die Sense benutzt und man kann ohne Überanstrengung stundenlang damit arbeiten.

Mäherin beim Mähwettbewerb in Baiersbronn

Es ist ein Vergnügen, Handwerksgeräte wie die Sense zu benutzen, bei deren Handhabung Mäher, Werkzeug und Arbeit nahtlos zu einem einzigen rhytmischen Strom verschmelzen.

Der Griff zur Sense ist zugleich auch eine Entscheidung für das sinnliche Naturerleben, für den naturschutz und nicht zu vergessen für den Klimaschutz. Anders als mit der Motorsense, kommt man beim Mähen mit der Sense der Wiese, der natur, besonders nahe. Gerade weil die Sense keinen Motor hat, der den Rhytmus und das Tempo der Arbeit bestimmt, sondern geräusch- und geruchlos arbeitet, kommt man mit der Sense in den Genuss, alles wahrzunehmen, was während des Mähens um einen herum vorgeht. Man braucht nur im Schwung inne zuhalten und nicht erst den Motor abzustellen, um sich der Welt zuzuwenden. Denken Sie immer daran, mit einer Handsense mähen Sie, und nicht die Sense mäht mit ihnen, wie es die "Motorsense" tut.

Dies ist ein großer Vorteil der Sense. Spätestens bei jeder Wetzpause oder wenn ich verschnaufen muß, stütze ich mich auf meine Sense und schaue auf die Wiese. Ich habe Zeit die Natur zu erleben: Ich sehe, wo welche Pflanzen wachsen, entdecke versteckte Ameisenburgen im hohen Gras, hebe eine träge Blindschleiche aus der Mähbahn, atme den frischen Duft der Minze, oder staune über die kunstvoll gesponnenen Radnetze der Spinnen, an denen die Tautropfen im ersten Sonnenlicht wie schillernde Wasserperlen auf der Wäscheleine hängen.